SSB bedauert den Ausstieg des Regionssportbundes aus der Schwimmoffensive
Weiterführung mit den anderen Partnern angestrebt

- 29.04.2026
Seit Start der Schwimmoffensive vor vier Jahren haben rund 12.000 Kinder in über 1.000 Kursen im Rahmen der Schwimmoffensive schwimmen gelernt. Allein in 2025 wurden in der Region Hannover 258 Kurse mit über 3.000 Kindern umgesetzt – mehr als je zuvor. Ein großer Erfolg! Nun hat der Regionssportbund Hannover e.V. (RSB) seinen Ausstieg aus der Offensive angekündigt und steht für das Jahr 2026 nicht mehr zur Verfügung.
Als Projektverantwortliche der Schwimmoffensive bedauern wir den angekündigten Ausstieg des RSB als Kooperationspartner aus der Schwimmoffensive.
Die Schwimmoffensive war und ist aus unserer Sicht ein großer Erfolg: Ihr zentrales Ziel, Kindern durch das Erlernen des Schwimmens gesellschaftliche Teilhabe und Sicherheit zu ermöglichen, wurde in den vergangenen Jahren deutlich vorangebracht.
Hierfür war die gute Kooperation mit dem Turn Klubb zu Hannover (TKH) und dem RSB sowie allen weiteren Partner verantwortlich. Gemeinsam mit weiteren Vereinen und DLRG-Ortsgruppen ist es gelungen, mehr Kindern als zuvor das Schwimmen beizubringen – insbesondere dort, wo zusätzliche Wasserflächen – in der Landeshauptstadt und der Region - erschlossen werden konnten.
Einen wichtigen Beitrag dazu haben verstärkt Kooperationen von Sportvereinen mit Kindertagesstätten und Schulen geleistet. Die Schwimmfähigkeit von Kindern bei Schuleingangsuntersuchungen hat sich im Laufe des Projektes um mehr als 15 % verbessert, liegt aber mit 37,4 % noch auf einem Niveau, das es auszubauen gilt. Unabhängig vom Ausstieg des RSB halten wir die Fortführung der Schwimmoffensive daher für sehr wünschenswert. Der Bedarf ist weiterhin hoch, und jedes Kind, das schwimmen lernt, gewinnt ein Stück Sicherheit und Teilhabe.
Der SSB wird sich daher gemeinsam mit den verbleibenden Partnern dafür einsetzen, tragfähige Perspektiven für die Zukunft der Schwimmoffensive zu entwickeln.
„Wir bedauern die Entscheidung des RSB, stehen aber weiterhin mit den Projektpartnern hinter der Idee – Kindern eine Möglichkeit zu bieten schwimmen zu erlernen. Die Schwimmoffensive ist bundesweit prämiert und ein Vorbild für andere Initiativen. Wir wollen der Regionspolitik weiterhin einen Beitrag zur Erlangung der Schwimmfähigkeit von Kindern anbieten, welche die vorhandenen Strukturen unterstützt“, sagt SSB-Präsident Benjamin Chatton.
Andere Kommunen können von den Erfahrungen aus der Region Hannover profitieren. Ein Leitfaden zum Aufbau einer Schwimmregion hilft bei der Umsetzung der Idee an anderen Standorten.