Alkoholprävention: Fachverbände Fußball und Handball beteiligen sich

Das Thema Alkoholkonsum geht momentan fast täglich durch die Medien. Auch im Sport wird darüber diskutiert. Jeder kennt die Situation, es gibt einen Sieg zu feiern und dann wird mit einem kühlen Bier oder einem Gläschen Sekt angestoßen. Dabei wird häufig vergessen, dass nicht alle Alkohol trinken und häufig nur aus Höflichkeit nicht „nein“ sagen mögen.

Gerade in den Mannschaftssportarten fühlen sich viele einem Gruppenzwang ausgesetzt, dem sie sich nicht entziehen können. Wie Gespräche mit Betreuern immer wieder zeigen, sind Jugendliche dabei besonders gefährdet.

Zusammen mit dem Jugendschutz der Stadt Hannover hat der Stadtsportbund bereits im Herbst vergangenen Jahres einen Workshop zum Thema durchgeführt. Jetzt soll die Arbeit mit den Fachverbänden Fußball und Handball intensiviert werden.

Anlässlich einer Sitzung am 23.02. wurde zwischen dem Stadtsportbund, dem Jugendschutz und den Fachverbänden Fußball und Handball vereinbart enger zusammen zu arbeiten. Über Veranstaltungen sollen die Jugendlichen in den Vereinen erreicht werden und die Betreuer für das Thema Alkoholprävention sensibilisiert werden. Betont wurde auch, dass die Erwachsen im Verein eine Vorbildfunktion haben. In Aus- und Fortbildungen der Übungsleiter soll die Thematik und der Umgang mit Alkohol und Drogen ebenfalls vermittelt werden.

Konkret boten die beiden Vertreter Wolfgang Stengel vom Fußball und Steffi Ross von der Handballregion an, das Thema Alkoholprävention bei ihren Staffeltagungen mit den Jugendleitern der Vereine im April bzw. Juni auf die Tagesordnung zu setzen. Mit Unterstützung des Jugendschutzes der Stadt Hannover könnten sich die Teilnehmer zur Einstimmung mit einer Rauschbrille vor Augen zur Simulation des Zustands unter Alkoholeinfluss im Torwandschiessen oder Überwinden eines Hindernisparcours versuchen.

Für 2010 ist eine gemeinsame sportliche Veranstaltung der beiden Fachverbände angedacht. Hier sollen Jugendliche zusammen Sport treiben und direkt angesprochen werden. Betreuer könnten sich in Workshops mit dem Umgang mit Alkohol in ihren Mannschaften auseinander setzen. Die Beteiligung der Aktion „Keine Macht den Drogen“ wäre ein weiterer Schritt.

Alle Beteiligten waren sich einig, den Vereinen im Umgang mit dem Thema Hilfestellung zu geben.

Roland Krumlin