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Das 17. SPORTFORUM der SportRegion Hannover unter Regie des Stadtsportbundes Hannover am 4. November hatte den Titel „Digital für die Zukunft aufgestellt? Impulse für Ihren Digitalisierungsprozess im Sportverein.“ Rund 110 Gäste – vorrangig aus Sportvereinen der SportRegion – nutzten die Gelegenheit, sich im Toto-Lotto-Saal der Akademie des Sports zum Thema Digitalisierung zu informieren und auszutauschen. Einführende Referate hielten Prof. Dr. Ronald Wadsack, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften/Salzgitter und Thorsten Wetter, geschäftsführendes Vorstandsmitglied TSG Bergedorf. Außerdem wurden die Ergebnisse der Vereinsumfrage zum Grad der Digitalisierung in den Sportvereinen vorgestellt. Die neun Themeninseln mit Praxisbeispielen aus Vereinen und mit Strategieansätzen boten Raum für Fragen, eigene Erfahrungen und einen intensiven Austausch untereinander.

Gleich zu Beginn machte Moderator Marco Lutz vom LSB Niedersachsen klar, dass die Digitalisierung eine Entwicklung ist, die „nicht mehr weggeht“ und wir uns mit ihr auseinandersetzen müssen, ob wir wollen oder nicht. Mit einer Mentimeter-Onlineumfrage wurde live im Saal jeder eingeladen, mit seinem Smartphone eine eigene Einschätzung zu Fragen der Digitalisierung abzugeben. Das Ergebnis war simultan für alle sichtbar auf der Leinwand zu sehen.

„Wer jetzt in seinem Verein nicht die richtigen Weichen stellt“, meinte auch Prof. Dr. Ronald Wadsack in seinem Referat „Digitalisierungsnebel?“, „verpasst leicht den Anschluss.“ Er zeigte auf, wie ein Vereinsmitglied schon heute digital vor und während seiner Mitgliedschaft begleitet werden kann: Beginnend mit Informationen des Vereins auf der Homepage über die Online-Beitrittserklärung bis hin zu digitaler Vernetzung und Trainingsunterstützung als Angebotsteilnehmer. Insgesamt, so sein Eindruck, haben auch die Sportverbände die Dringlichkeit des Themas erkannt, befinden sich aber in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Begrenzender Faktor ist oftmals das fehlende Knowhow und die finanziellen Mittel. Anzustreben ist die übergreifende digitale Vernetzung von Vereinen, Verbänden und Kommunen, um den Datenerfassungsaufwand gering zu halten und so echte Erleichterungen zu schaffen. Er sieht die Vereinsführung in der Verantwortung und vor der großen Herausforderung, mit Weitsicht den Verein zukunftsfähig aufzustellen und dabei auch die Digitalisierung zu nutzen. Daten stellen die Grundlage der Digitalisierung überhaupt dar, daher müssen die „3 D’s“: Datenschutz, Datensicherheit (Schutz vor Datenverlust) und Datenaktualität größte Beachtung finden. Abschließend riet Wadsack, sich mit Optimismus gegenüber Neuem, etwas Mut und einer fruchtbaren Fehlerkultur den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen.

Im nächsten Programmpunkt stellten Marco Lutz und Ina Anochin im Interview die Ergebnisse der im Frühherbst online durchgeführten Vereinsumfrage zum Status Quo der Digitalisierung vor. Immerhin hatten sich 9,4 % der 1.030 Vereine aller Größenkategorien an der Umfrage beteiligt und gaben so einen guten Einblick in die aktuelle Situation. In der Mitgliederverwaltung und im Online-Banking sind mehr als 60 % der Vereine bereits digital aufgestellt. In den meisten anderen Bereichen der Vereinsverwaltung haben nur wenige bislang digitale Lösungen eingeführt. Nahezu alle Vereine gaben an, eine eigene Homepage zu haben und die Kommunikation hauptsächlich per E-Mail zu organisieren. Social Media spielt aktuell noch eine untergeordnete Rolle. Die größten Hürden der Digitalisierung stellen offenbar das fehlende Knowhow und die finanziellen sowie personellen Ressourcen dar. Auch ungeklärte rechtliche Fragen sind für viele ein Hinderungsgrund.

Einen pragmatischen Ansatz zu „Wie wird mein Sportverein digital?“ lieferte Thorsten Wetter von der TSG Bergedorf in seinem Vortrag. Er berichtete, wie sein Großsportverein mit 11.000 Mitgliedern durch finanzielle Unterstützung der Alexander-Otto-Sportstiftung und inhaltlicher Betreuung der Beratungsfirma Futury das Projekt der Digitalisierung strategisch angegangen ist, um ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Aus seiner Sicht kann auch jeder kleinere Verein die Grundzüge dieses Digitalisierungsprozesses für sich nutzen, in dem er das Praxishandbuch, das im Zuge des Projektes entwickelt wurde, für den eigenen Prozess zu Rate zieht. Wetter stellte zusammenfassend drei für ihn besonders wichtige Punkte heraus: Digitalisierung im Verein „verankern“, mit einem Projekt starten und Insellösungen vermeiden.

Nach diesem Input waren die Teilnehmer eingeladen, sich in insgesamt neun Themeninseln interaktiv zu informieren. Sechs Themeninseln mit Anwendungsbeispielen aus Vereinen und von professionellen Anbietern gaben einen Überblick über Voraussetzungen und Vorteile einzelner digitaler Tools. In drei weiteren Themeninseln ging es um übergeordnete Strategieansätze hin zum zukunftsfähigen  Sportverein, der die digitalen Möglichkeiten für sich nutzt.

Wir machen mit!

Schicken Sie uns Ihre Anmeldung bitte bis zum 30. April 2020!


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