Soziale Schwerpunktthemen
Die „Sterne des Sports“ zeichnen Vereine aus, die sich über ihre sportlichen Angebote hinaus in besonderer Weise gesellschaftlich engagieren. Entscheidend sind Kreativität, Innovation und nicht zuletzt der Erfolg der Vereinsangebote. Folgende Schwerpunktthemen stehen für das soziale Engagement zur Auswahl:
Gesundheit:
Gefragt sind Programme und Kurse, die das weite Spektrum der Prävention und Rehabilitation umfassen. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Therapien, Angebote für Rücken-, Gelenk- und Muskulatur, Osteoporose, gegen Übergewicht, für Stressabbau und vieles mehr. Sie können sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Das Qualitätssiegel des Deutschen Olympischen Sportbundes SPORT PRO GESUNDHEIT zeichnet die besondere Güte der Angebote aus.
Integration:
Sport fördert Annäherung, gegenseitiges Kennenlernen und Akzeptanz und schafft damit die Voraussetzung für Integration. Mit ihren integrativen Angeboten leisten die Sportvereine somit einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Dazu zählen Projekte für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, gemeinsame Sportangebote für behinderte und nicht-behinderte Menschen sowie Angebote für Alt und Jung. Sie alle fördern und „erneuern die Bindekräfte unserer Gesellschaft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Vergabe des „Großen Sterns des Sports“ 2007 in Berlin.
Kinder und Jugend:
Den Teamgeist stärken, das Verantwortungsbewusstsein fördern oder schlicht zu mehr Bewegung animieren: Das sind die Ziele, deren gelungene Umsetzung die „Sterne des Sports“ in diesem Bereich auszeichnen. Der Sport soll helfen, Kindern und Jugendlichen soziale Kompetenz und gesellschaftliche Grundwerte zu vermitteln. Dies kann besonders gut über die eigenen Vereinsgrenzen hinaus in Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten und Schulen umgesetzt werden.
Familie:
Auch familienfreundliche Angebote zählen zu den wettbewerbsrelevanten Kategorien. Bei Sport und Spiel können Familienmitglieder vom Enkel bis zur Oma gemeinsam aktiv sein, verschiedene Generationen zusammen geführt werden, Spaß haben oder einfach nur Zeit füreinander finden. Angepasst an die Situation von Familien mit Schulkindern, berufstätigen Eltern oder alleinerziehenden Vätern und Müttern sind solche Angebote wertvolle Hilfen für ein harmonisches Familienleben.
Senioren:
Der stetig wachsenden Gruppe von über 65-jährigen passende Programme anzubieten, zählt zu den zentralen Aufgaben unserer Gesellschaft. Nicht nur die Gesundheitsförderung steht dabei im Vordergrund; es geht auch um ein aktives Zusammenleben von Jung und Alt. Aktivität, Austausch und Spaß am Leben statt Vereinsamung und Abstellgleis – auch dafür stehen die „Sterne des Sports“.
Gleichstellung:
Die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ist noch immer ein Thema in unserer Gesellschaft. Sie ist noch längst nicht in allen Bereichen vollzogen. Der Breiten- und Freizeitsport setzt da wichtige Signale. Vereine, die auf diesem Feld mit innovativen Ideen arbeiten, haben gute Chancen auf die „Sterne des Sports“.
Leistungsmotivation:
Leistung und Motivation gehören untrennbar zusammen. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Beides anzustoßen und damit auch die Bereitschaft zu mehr Aktivität, Bewegung oder sozialem Engagement zu wecken, zählt zu den besonderen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Gerade im Sport ist Leistung fundamental wichtig, ohne sie funktioniert der Spitzensport nicht. Egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene; jeder von uns benötigt einen Anstoß. Mit den richtigen Programmen und Angeboten können die Vereine dazu beitragen, dass sportliche Talente den Weg in den Spitzensport finden.
Klima- und Umweltschutz:
Eine intakte Umwelt und der Schutz unseres Klimas werden in unserer heutigen Zeit immer wichtiger. Auch Sport ist nur in einer gesunden Umwelt möglich, womit sich auch der Schutz unseres Klimas verbindet. Für viele Sportvereine ist der Schutz von Natur und Umwelt Grundlage ihrer Aktivitäten. Vorbildlich ist der Umweltschutz vor allem dann, wenn die Mitglieder aktiv einbezogen werden. Dabei kann es um die Pflege von Grundstücken oder Gewässern gehen, die verantwortungsbewusste Verwendung von Materialien und Substanzen oder eine umweltgerechte Müllentsorgung. All dies hilft, das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu stärken und es auch auf den privaten Alltag zu übertragen.
Ehrenamtsförderung:
„Das ehrenamtliche Engagement ist aus unserer Gesamtgesellschaft nicht weg zu denken. Der Breitensport ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass viele ermutigt werden mitzumachen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Vergabe des „Großen Stern des Sports“ 2007 in Berlin. Schon jetzt engagieren sich bundesweit über 2 Millionen Menschen ehrenamtlich. Neue Menschen zu finden, die bereit sind, einen Verein zu führen, aber auch als Übungsleiter in der Halle zu stehen, um anderen den Spaß am Sport zu ermöglichen, diese Menschen zu fördern und ihre Leistung anzuerkennen, haben sich viele Vereine auf die Fahnen geschrieben. Wenn es klappt, ist es an der Zeit, sie durch die „Sterne des Sports“ zu würdigen.
Vereinsmanagement:
Die Vereinsführung wirkt meist im Hintergrund. Vorstandsmitglieder, Übungsleiter und viele andere haupt- und ehrenamtliche Helfer sind die Säule jeder aktiven Vereinsarbeit. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Vereine der heutigen Zeit gewachsen. Vieles ist ohne ein effizienteres Vorgehen bei Management-Aufgaben kaum noch zu bewältigen. Ungewöhnliche Ideen und neue Konzepte sind es wert, anerkannt zu werden. Es geht darum, Formen des modernen Vereinsmanagements zu fördern. Die Erfolgsrezepte der Wirtschaft „schlanke Verwaltung und transparente Strukturen“ können auch für einen Verein gelte.