Hannover in Bewegung - meine Sportstadt 2030

Thementag Sport

Samstag, 6. Juni 2015      10:00 – 16:30 Uhr

Am Samstag, den 6. Juni ging es beim Thementag Sport der Stadt in Kooperation mit dem Stadtsportbund im und vor dem Neuen Rathaus um die sportliche Zukunft Hannovers. Bürger konnten in verschiedenen Themenforen ihre Ideen, Bedürfnisse und Wünsche einbringen und so einen Beitrag zum nachhaltigen Sportentwicklungsprozess leisten. Auf dem Trammplatz zeigten hannoversche Sportvereine an Infoständen und Mitmachstationen, was der Sport schon heute zu bieten hat. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde zwar der angestrebte Weltmeistertitel im Bockspringen verfehlt, für den deutschen Rekord reichte es aber allemal.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeister Stefan Schostok in der Rathaushalle stimmte Prof. Dr. Robin Kähler mit seinem Impulsreferat „Sportentwicklung in Hannover – eine Zukunftsreise“ die Teilnehmer auf das Thema ein, bevor es in fünf Foren mit Diskussionen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in Bezug auf den Sport weiterging.

Interessante Foren

  • Forum 1: Ganz Hannover ist ein Sport(T)raum
    Heinz Tibbe und Saskia Riefe nahmen mit ihren Diskussionspartnern den Stadtplan von Hannover systematisch unter die Lupe und untersuchten für einzelne Stadtteile vorhandene und fehlende Sport- und Bewegungsräume. Die Wohnortnähe der Sporträume – seien es Schwimmbäder, Sporthallen, Trendsportanlagen oder Freiflächen im Grünen -  wurde von den Teilnehmern als erstrebenswerte Voraussetzung genannt. Die Frage, weshalb Schulhöfe und –räume außerhalb der Nutzungszeiten der Schule nicht für Sport und Bewegung geöffnete würden, beschäftigte die Teilnehmer. Generell wurde der Wunsch nach mehr Bewegungsmöglichkeiten für alle Generationen im öffentlichen Raum geäußert.
     
  • Forum 2: Junge Ideen für unsere Sportstadt – Jugend- & Sportkulturen im Wandel
    In dem von Dirk Schröder und Kai Sieben moderierten Forum wurde herausgearbeitet, dass Jugendliche auch frei von Zwängen und festen Plänen zeitlich flexibel Sport und Bewegung als Mischform von Freizeit und Sport erleben wollen. Ohne Wettkampfgedanken mit Freunden an die eigene Leistungsgrenze zu kommen, selbst neue Ideen zu entwickeln und eigenverantwortlich umzusetzen, scheine der jüngeren Generation am Herzen zu liegen. Freiflächen in der Stadt könnten dabei als Sport- und Bewegungsräume alternativ zu Sporthallen oder Sportplätzen genutzt werden.
     
  • Forum 3: Das Alter hat Zukunft – auch im Sport „Fröhlich und bewegt älter werden“
    Mit der Leitfrage „Was braucht es in Hannover, damit mehr älter Menschen in Bewegung kommen bzw. bleiben?“ versuchten Anika Brehme und Seher Sahin die Bedürfnisse dieser Zielgruppe herauszuarbeiten. Gerade auch für Bewegungseingeschränkte sei eine Teilnahme an quartiersnahen Angeboten zur Förderung von körperlicher und geistiger Beweglichkeit wünschenswert. Vorgeschlagen wurde eine für jeden zugängliche Plattform, auf der alle Angebote einsehbar wären. Auch ein Kataster zu nutzender Räume könnte hilfreich sein. Ein Teilnehmer stellte die Frage, ob es nicht auch für Ältere einen Hannover-Aktiv-Pass geben könnte.
     
  • Forum 4: Was Familien bewegt…
    In dem von Herman Grams und Bärbel Kuhlmey geleiteten Forum war das vorrangige Ergebnis, dass es für die Entwicklung von auf Familien zugeschnittenen Angeboten wichtig sei, deren Sichtweise einzunehmen. Familien seien an Bewegungs- und Sportangeboten interessiert, die ein gemeinsames Trainieren ermöglichten. Wettkampf und Geräte spielten eine untergeordnete Rolle.
     
  • Forum 5: Leistung im Sport: Ein Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken
    Das von Manfred Kehm und Olaf Zajonc bearbeitete Thema enthielt viel Potential für Diskussionen. „Wenn Hannover „Gold“ will“, so ein Teilnehmer, „muss auch ein entsprechendes Konzept her!“ Andere sahen den vielfach von den Medien bestimmten Leistungssport eher als bundesweite Aufgabe. Über die Wichtigkeit des Leistungssports und seiner sekundären Werte als Vorbild, herrschte weitgehende Einigkeit.
     
  • Forum 6: Eine Reise mit Kindern ins Jahr 2030
    Die Zukunftswerkstätten, in denen Kinder ihre Vorstellungen und Ideen ganz praktisch mit verschiedenen Materialien modellierten, bastelten und zeichneten, gaben anschaulich wieder, wovon Kind so träumt. Da waren Kletterbäume, Schulhöfe, die zu bewegten Pausen einladen, Schwimmbäder mit tollen Wasserrutschen, Wiesen und Schneeflocken… weil so ein richtiger Winter, in dem man nach Herzenslust im Schnee herumtollen und rodeln kann, ist doch einfach großartig.