SSB protestiert-Vereine kennen den Bedarf der Bürger
Im Rahmen der Vorstellung des zweiten Teils der Erhebung der Universität Osnabrück zum Sportentwicklungsplan für die Stadt Hannover hatte Prof. Christian Wopp kürzlich erklärt, die Sportvereine in Hannover seien wenig flexibel und würden auf die wirklichen Interessen der Bevölkerung keine Rücksicht nehmen. Gegen eine solche undifferenzierte Schlussfolgerung hat sich der Stadtsportbund Hannover jetzt mit Nachdruck verwahrt.
"Eine solch pauschale Verurteilung der Sportvereine in unserer Stadt ist unverantwortlich und durch die Ergebnisse der Befragung in keiner Weise gedeckt", so SSB-Vizepräsident Wolf Dietmar Kohlstedt. "Diese Erklärung stellt die Vereine als träge, innovationsunfreundlich und antquiert dar. Und das ist unzutreffend".
Richtig ist sicher, dass Sportvereine in erster Linie die Interessen iher Mitglieder im Blick haben. Nach ihnen richtet sich das Sportangebot generell aus. Alle Vereine spüren aber den gesellschaftlichen Veränderungsdruck und stellen sich dem auf unterschiedliche Weise. SSB und Landessportbund Niedersachsen fördern dabei mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand die Umstrukturierungsvorhaben in vielen Sportvereinen.
Das von Wopp geäußerte pauschale Urteil ist eine herbe und völlig ungerechtfertigte öffentliche Diskreditierung und ein Rückschlag für viele Vereine, die sich in Umstrukturierungsprozessen befinden. Von einem wissenschaftlichen Gutachten hätte sich der SSB eine differenziertere Aussage erwünscht, die durch das Datenmaterial auch getragen wird.
