Stadtbahn zum Thema "Alkoholprävention im Sport"
„Mehr Fun – weniger Alkohol“ ist das Motto, unter dem der städtische Jugendschutz mit Projekten und Aktionen für einen maßvollen, verantwortungsbewussten Umgang mit der Volksdroge Alkohol wirbt. Nach Filmtagen, Informationswochen in Schulen und Angeboten für jugendliche Fußballfans, ihren Bundesligaverein Hannover 96 alkoholfrei zu Auswärtsspielen zu begleiten, steht jetzt die Einführung des Themas in den Vereinssport auf der Agenda.
Zusammen mit dem Stadtsportbund und mit Hilfe engagierter Sponsoren wird das Programm bis zum Ende der Saison 2009/2010 in fünf Vereinen im Stadtgebiet umgesetzt. Beteiligt sind neun Mannschaften, davon zwei weibliche, aus den A- und B-Jugendbereichen im Fuß- und Handball. Gemeinsam will man Regeln zum Umgang mit Alkohol erarbeiten und erproben und die Erwachsenen – Eltern im Verein – an ihre Verantwortung erinnern. Mit Hilfe des Jugendschutzes sollen Verhaltensmuster in den Vereinen eingeführt werden, die für alle – und nicht nur die jungen SportlerInnen – gelten. Mit der Kooperation sollen andere Vereine zur Nachahmung angeregt werden.
Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter machte bei der Vorstellung des Kooperationsprojektes deutlich, dass gerade die Verbindung von Sport und Alkohol ein attraktives Mittel zur Aufklärung und Verhaltensänderung darstellt. „Alkohol gehört als allgemein sanktionierte Volksdroge zu bestimmten Freizeittätigkeiten geradezu ritualisiert dazu.“ erklärt er. „Gerade junge Menschen sollen verstärkt erfahren, dass Sport und Alkohol nicht zusammen gehören, sondern man auch ohne Alkohol Spaß haben kann. Daher freut es uns besonders, dass wir beim Stadtsportbund, den Vereinen und den Sponsoren auf solch positive Resonanz und tatkräftige Unterstützung für das Präventionsprojekt gestoßen sind.“
Der Stadtsportbund kooperiert seit mehr als einem Jahr mit dem städtischen Jugendschutz. Bei Sportevents, Workshops und Staffeltagen der Fachverbände Fußball und Handball wurde vorbereitet, wie das Thema Alkoholprävention im Verein umgesetzt werden kann. Roland Krumlin, <personname>Geschäftsführer</personname> des Sportbundes, sagt zur Intention: „Der Umgang mit Alkohol ist ein gesellschaftliches Problem, dem sich auch der Sport nicht verschließt. Deshalb ist es selbstverständlich, dass sich die Sportvereine zu diesem Thema engagieren. Wichtig ist uns der Ansatz, nicht den Konsum von Alkohol zu verbieten, sondern einen vernünftigen Umgang damit zu lernen“ Konkret dabei sind in der laufenden Saison der Hannoversche SC, TuS Ricklingen, VfV 1887 Hainholz, TSV Kirchrode, TuS Davenstedt.
Die jugendlichen Teams spielen während der gesamten Saison in Trikots, die mit „Mehr Fun – weniger Alkohol“ auf das Programm hinweisen. Sportkleidung und Bälle konnten durch Unterstützung der Lotto Niedersachsen GmbH, der Sparkasse Hannover und der union-boden GmbH angeschafft werden.
Für Dietmar Kopp, Prokurist der Lotto Niedersachsen GmbH, ist die Unterstützung des Projekts ein wichtiger Baustein in der Förderung des Breitensports: „Gerade in den Jugendbereichen werden entscheidende Weichen nicht nur für sportliche Karrieren, sondern für das ganze künftige Leben der jungen Leute gestellt. Wenn wir etwas dazu beitragen können, dass sie in eine gesunde Zukunft starten, sind wir gern dabei.“
Walter Kleine, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, hebt die Bedeutung der Alkoholprävention für das junge Publikum hervor: „Sportereignisse und andere Events prägen das Bild unserer Stadt, sie machen Spaß, unterhalten. Oft genug ist dabei die Kehrseite der fröhlichen Freizeitkultur zu beobachten. Ein Projekt, das zusammen mit jungen Menschen nachhaltige Veränderungsmöglichkeiten erarbeiten will und damit einen kleinen Beitrag zu einem großen gesellschaftlichen Problem leistet, halten wir für sehr wichtig.“
„Die union-boden GmbH engagiert sich seit Jahren für Präventionsmaßnahmen im Jugendsportbereich“, erläutert Geschäftsführer Walter Richter die Beteiligung. „Wie mit der Förderung eines Projekts zur Gewalt- und Suchtprävention bei Jugendlichen der UBC Tigers wollen wir auch in diesem Fall dazu beitragen, den Sport – insbesondere für junge Leute - suchtfrei zu halten. Das ist die perfekte Ergänzung zu unserer aktuellen Unterstützung der B-Jugendmannschaft des TuS Davenstedt, der wir für die restliche Saison viel Erfolg wünschen.“
Ein Jahr lang fährt eine Stadtbahn der üstra als unübersehbare Werbefläche für die Alkoholprävention im Sport(verein) durch die Stadt. Damit werden sowohl die beteiligten Sportvereine als positive Beispiele ins rechte Licht gerückt als auch die Öffentlichkeit zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol aufgefordert.
André Neiß, <personname>Vorstand</personname>svorsitzender des Verkehrsunternehmens, erläutert, warum die üstra die Bahn für das Projekt fahren lässt: „Alkoholmissbrauch von Jugendlichen ist ein zunehmendes Problem unserer Gesellschaft. Den Ansatz, Jugendlichen nicht einfach nur Verbote zu erteilen, sondern auf ihre Einsicht zu setzen und sie für die Gefahren des Alkohols zu sensibilisieren, finden wir Erfolg versprechend und unterstützenswert."
Informationen zum Projekt gibt Frank Woike von Jugendschutz im städtischen Fachbereich Jugend und Familie, Telefon 168-41360.
