19.11.2018

„Vereinsentwicklung kleiner und mittelgroßer Sportvereine“

Nachholtermin Thementag am 14. November 2018

Am Mittwoch, den 14. November veranstaltete der Fachbereich Sport und Bäder der Landeshauptstadt Hannover (LHH) mit Unterstützung des Stadtsportbundes einen Workshop zum Thema „Vereinsentwicklung kleiner und mittelgroßer Sportvereine“ als Ersatz für den ursprünglich am 22.09.2018 angesetzten Thementag, der aufgrund zu geringer Anmeldezahlen abgesagt werden musste.

Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des Lotto-Sportinternats im LandesSportBund Niedersachsen e. V. statt.

Ziel der Veranstaltung war, gemeinsam herauszuarbeiten, welche Herausforderungen Sportvereine, insbesondere die kleineren und mittelgroßen, zukünftig zu meistern haben, welche gesellschaftlichen Entwicklungen zu berücksichtigen sind und welche Chancen sich daraus für Sportvereine ergeben.

 

Nach der offiziellen Begrüßung durch Christian Schaefer als Vertreter des Fachbereichs Sport und Bäder, veranschaulichte Prof. Dr. Flatau vom Institut für Sportwissenschaft der Christian-Albrechts-Universität Kiel den über 30 Teilnehmenden mit einem Impulsvortrag die Sportvereinsentwicklung. Dabei stellte er die Zusammenhänge zwischen dem demografischen Wandel, den Migrationsbewegungen, den aktuellen Sport- und Bewegungsbedürfnissen und weiteren gesellschaftlichen Veränderungen dar und spiegelte den Einfluss auf Sportvereine anhand von empirischen Untersuchungen wider. Bevor es in den Workshops weiterging, legten die Teilnehmenden die Schwerpunkte fest, die sie später in 4 Kleingruppen weiter vertieften.

Die Ergebnisse in den Kleingruppen tangierten insbesondere die notwendige Anpassung der Sportvereine an gesellschaftliche Prozesse. Wie kann der Sportverein als agierender Akteur sich aktiv an den Gegenwarts- und Zukunftsthemen beteiligen? Wie können Herausforderungen zu Chancen umgewandelt werden? Welche inneren Dynamiken in Sportvereinen haben großes Potenzial? Diese und ähnliche Fragestellungen wurden in den Kleingruppen thematisiert. Die Teilnehmenden stellten nach der Gruppenarbeit ihre Ideen, Bedürfnisse und Thesen im Plenum vor. Die Nutzung von öffentlichen Flächen für Sport, Sportverein als demokratisches Gebilde, Sparten übergreifendes Handeln, alternative bzw. flexible Mitgliedschaften, stärkere Präsenz der Sportvereine im Quartier über Kooperationen, Aufnahme von Trendsportarten und Entwicklung von adäquaten Qualifizierungsmaßnahmen waren die Themen, die hervorgehoben wurden. Punkte wie Ehrenamt, Inklusion und Integration wurden als übergeordnete Themen behandelt. In diesem Kontext wurde ausdrücklich eine projekt- und maßnahmenbezogene Vorgehensweise empfohlen, um prozessorientiert neue Ehrenamtliche zu gewinnen und in den Bereichen der Inklusion und Integration zu sensibilisieren. 

Das Thema „Fitness-Studios“ wurde überwiegend als Chance gewertet, da der Wunsch der Zielgruppe nach Bewegung von Sportvereinen aufgenommen werden kann. Gerade Angebotsformate wie „Kurse“ und „Saisonale Mitgliedschaften“ sind Nachfragen, die selten im „Training-Wettkampf-System“ der Sportvereine Geltung finden. In diesem Kontext wurden auch Schnupperangebote und Angebote der Gesundheitsprävention hervorgehoben um Zielgruppen anzusprechen, die im organisierten Sport unterrepräsentiert sind. Hier sahen die Teilnehmenden einen großen Handlungsbedarf. In diesem Zusammenhang wurde auch auf das Pendleraufkommen in der Stadt und speziell im Einzugsgebiet der Sportvereine hingewiesen. Hier ist der Personenkreis der Studierenden und Menschen gemeint, die ihren Lebensmittelpunkt an zwei Orten haben und eher saisonale oder flexible Mitgliedschaften und Angebote bevorzugen.      

Angesichts der begrenzten öffentlichen Mittel können nicht alle Sportanlagen auf den modernsten Stand gebracht werden. Kooperationen z. B. im Ganztagsschulbereich und mit Einrichtungen der Stadtteilarbeit, Fusionen mit gleichgroßen Sportvereinen zwecks besserer Ressourcennutzung und Angebotsoptimierung sind weitere Themen, mit denen sich Sportvereine auch zukünftig beschäftigen werden.

Kontrovers diskutiert wurde über die Zukunftsfähigkeit von kleineren Sportvereinen. Die These „kleinere Sportvereine werden nicht überleben“ wurde insoweit infrage gestellt, dass hierbei zwischen Mehrsparten- und Ein-Spartenvereinen, Vereinen mit und ohne eigener Sportanlage, Bevölkerungsstruktur im Einzugsgebiet und weiteren Aspekten differenziert werden sollte. Ebenso für einen regen Austausch sorgte die E-Sport-Bewegung. Im Diskurs stellte sich heraus, dass nur durch das Anerkennen dieses oder ähnlicher Trends das Erreichen der vielfältigen Zielgruppe möglich ist. Wie bei vielen anderen Themen, sind auch bei E-Sports positive Synergien möglich, wenn dieser in der Organisationsform Sportverein seinen Platz bekommt und somit Parallelstrukturen vermieden werden.

Resümierend kann festgestellt werden, dass dem organisierten Sport in Anbetracht der etablierten Strukturen, der kommunalen Förderung und des gesellschaftlichen Stellenwertes weiterhin alle Entwicklungsmöglichkeiten offenstehen, aber diese nicht selbstverständlich sind.

19.11.2018

Vereinshelden 2018 gesucht! - Bis 31.12. nominieren!

LSB Niedersachsen und die SportEhrenamtsCard

In Ihrem Verein gibt es jemanden der besonderen Einsatz zeigt, sich engagiert und es verdient hat ein „Vereinsheld“ zu werden?

Die Nominierungsphase läuft: Noch bis zum 31. Dezember können Engagierte für ihren Einsatz im und für den Sport, unabhängig von Ehrenämtern und Dauer des Engagements, als Vereinshelden nominiert werden.
20 Vereinshelden werden zum Ball des Sports in Hannover eingeladen, 100 weitere zu einem exklusiven Vereinshelden-Motivationsevent.

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15.11.2018

Soziale Talente im Sport

Stimmen Sie jetzt online für Ihre Favoriten

Nutzen Sie bis zum 17.  Dezember 2019 die Chance und stimmen Sie für Ihre Kandidatin oder Ihren Kandidaten beim Online-Voting für die Sozialen Talente 2018 ab.

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26.10.2018

Strategisches FreiwilligenMANAGEMENT für Vorstandsteams

Wie gewinnen wir neue Freiwillige für unseren Verein?

Am 24.10. konnten sich Vorstandsteams zum Thema „Strategisches FreiwilligenMANAGEMENT“ weiterbilden. Vereine tragen eine große Verantwortung dafür, dass sie mit guten Rahmenbedingungen Engagement ermöglichen und wertschätzen. Das strategische Freiwilligenmanagement bildet die Verbindung zwischen den Bedürfnissen der freiwillig und ehrenamtlich Engagierten und den Anforderungen, die der Verein an sie heranträgt.
Referentin Ida Jaeger gab zunächst einen kurzen Überblick über die Thematik, bevor die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erarbeiten durften, was dies für ihren Verein bedeutet und wie sie sich in Zukunft in der Arbeit mit Freiwilligen besser aufstellen können. Am Ende des Abends waren sich alle einig: mit vielen neuen Ideen geht es zurück in den Verein!

Sie möchten auch mehr über den Wandel im Ehrenamt, Erfolgsfaktoren für viele Freiwillige und gute Praxis aus den Vereinen erfahren? Im nächsten Jahr wird das Seminar „Strategisches FreiwilligenMANAGEMENT für Vorstandsteams“ am 25.03.2019 sowie am 25.09.2019 angeboten.

 

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23.10.2018

43. Ordentlicher Stadtsporttag am 22.10.2018

Bewährtes Präsidiumsteam mit Rita Girschikofsky an der Spitze erhält mit Hans Michael Rabe neuen Vizepräsidenten

Das neue SSB-Präsidium (v. li.): M. Volck, R. Jägersberg, R. Girschikofsky, H. M. Rabe, E. Martin, Dr. S. Rieso, R. Krumlin, M. Konerding

Auf der Versammlung der 370 Mitgliedsvereine und 21 Fachverbände des Stadtsportbundes Hannover am 22. Oktober 2018 wurde das bisherige Präsidium unter Führung von Rita Girschikofsky mit einem Neuzugang für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Der seit 2004 amtierende Vizepräsident Wolf Dietmar Kohlstedt kandidierte nicht erneut. An seine Stelle tritt nun der neue Vizepräsident Hans Michael Rabe, der sich mit 141 zu 103 Stimmen gegen Manfred Duttke durchsetzte. Hans Michael Rabe freut sich darauf, seine Erfahrung aus der Vereins- und Verbandsarbeit in den Stadtsportbund einbringen zu können. Neben der Wahl des Präsidiums wurde auch über die Zusammensetzung des neuen Hauptausschusses - bestehend aus jeweils zehn Vertretern der Vereine und der Fachverbände - abgestimmt. Die Delegierten entschieden sich hier jeweils geschlossen für die im Vorfeld vom Hauptausschuss vorgeschlagenen Personen.

Neben den etwa 100 Delegierten der Vereine und Verbände kamen auch Vertreter aus Politik und Verwaltung in den Toto-Lotto-Saal in der Akademie des Sports des Landessportbundes Niedersachsen (LSB). Als Ehrengäste wurden begrüßt: Oberbürgermeister Stefan Schostok, Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf, die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz, die LSB-Vizepräsidentin Dr. Hedda Sander, die Leiterin des Fachbereichs Sport Heike Rudolph und aus dem Sportausschuss Angelo Alter (SPD), Thomas Klapproth (CDU), Arne Borstelmann (CDU) und Mark Bindert (Die Grünen) sowie vom Regionssportbund Hannover der Vorsitzende Ulf Meldau und seine Stellvertreterin Dagmar Ernst.

Der Markt der Möglichkeiten bot vor Beginn der Sitzung gut eine Stunde lang den Vereinsvertretern die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen und Serviceleistungen des Stadtsportbundes zu informieren und untereinander auszutauschen.

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