27.03.2020

„kafi Sportslodge“ - ehemals Kaiser Center

SSB bezieht Stellung zu geplantem Abriss

Wie auch im Sportentwicklungsplan der Stadt Hannover festgehalten, hat der Stadtsportbund wiederholt darauf hingewiesen, dass es in der Stadt nicht ausreichend gedeckte Sportflächen gibt. Glücklicherweise werden die bestehenden Schulsporthallen nach und nach saniert, verschärfen aber während der Sanierungsphase die Situation. Der Neubau von großen Sporthallen wird vom Stadtsportbund ausdrücklich begrüßt und lindert insbesondere den Fehlbedarf für den Wettkampfbetrieb in Sportarten wie Handball, Fußball oder Hockey.

Die Entwicklung und der Ausbau des Sports für Angebote im Senioren- und Gesundheitssport sind nach wie vor kaum möglich, da die kleineren und mittleren Schulsporthallen keine ausreichenden bzw. zusätzlichen Kapazitäten bieten. Auch für andere, eher breitensportlich ausgerichtete Sportarten, fehlt es an Hallenzeiten.

Einige Vereine haben in der Vergangenheit durch die Errichtung eigener Sporthallen ihren Fehlbedarf reduziert. Insbesondere Tennishallen, aber auch Sporthallen für den allgemeinen Sportbetrieb, sind gebaut worden. Ohne die privaten Hallen und Sportanlagen ist der bisherige Umfang des Sportangebots sowohl für den organisierten als auch den privaten Sport nicht ansatzweise aufrecht zu erhalten.

Mit der Schließung und dem vorgesehenen Abriss der „kaifi Sportslodge“ verliert Hannover eine vielseitige und zentral gelegene Sportstätte. Die dort möglichen Sportangebote sind an anderer Stelle nicht aufzufangen. Der Wegfall würde die Sportlandschaft ein Stück ärmer machen, nicht nur für den organisierten Sport, sondern auch für die Schulen und vielen anderen Sport treibenden Bürger.

Der Stadtsportbund setzt sich dafür ein, alle planungsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um an dieser oder einer adäquaten Stelle in Hannover die voraussichtlich wegfallenden Sportmöglichkeiten zu erhalten oder neu zu errichten. Nur Rat und Verwaltung haben die Handhabe im Rahmen des Baurechts, Auflagen an den Investor zu machen. Als Träger öffentlicher Belange unterstützt der Stadtsportbund solche Bemühungen.

27.03.2020

Pläne zum Neubau des Fössebades

Fortschreibung des Bäderkonzepts

Foto: David Mark, Pixabay

Die folgende Stellungnahme mit dem Appell, eine Aufenthaltsfläche, die bei Bedarf zu einer 500 Personen fassenden Tribüne umgerüstet werden kann, in die Planungen des Fössebades aufzunehmen, richteten wir an die Fraktionen im Rat der Landeshauptstadt Hannover:

In der letzten Sportausschusssitzung im März wurde die Verwaltung beauftragt, das Bäderkonzept fortzuschreiben. Darüber hinaus wurden die ursprünglichen Pläne für den Neubau des Fössebades erweitert durch die gleichzeitige Errichtung von Außenbecken. Aktuell wird von Kosten von rund 30 Millionen Euro gesprochen. Dies ist eine erhebliche Erhöhung gegenüber den bisherigen Ansätzen.

Der Stadtsportbund begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich, auch wenn sich dadurch die Fertigstellung des Fössebades verzögert. Mit dem zusätzlichen Auftrag, Vorsorge für eine möglicherweise frühzeitigere Schließung des Stadionbades zu sorgen, dokumentiert der Sportausschuss, dass er der Aufrechterhaltung des Wettkampfsports im Schwimmen hohe Priorität einräumt.

Mit der Überarbeitung der Pläne zum Neubau des Fössebades verbindet der Sport und insbesondere der Schwimmsport die Hoffnung, dass es doch noch möglich ist das Bad so auszulegen, das auch eine größere Zahl von Zuschauern das Sportgeschehen verfolgen können als das bislang vorgesehen war.

Wir möchten betonen, dass es uns jetzt – und auch in der Vergangenheit – nicht um die Errichtung einer reinen Tribüne geht, sondern um eine Fläche, die multifunktional genutzt werden kann und im Fall von Wettkämpfen so umgerüstet werden kann, dass bis zu 500 Zuschauer darauf Platz finden. Im normalen Badbetrieb stünde diese Fläche allen Badbenutzern zur Verfügung.

Der Kreisfachverband Schwimmen hat Ende letzten Jahres eine Umfrage unter all seinen Vereinen durchgeführt. An dieser Umfrage haben sich 15 Vereine und die DLRG beteiligt. Folgendes Ergebnis ist dabei herausgekommen:

  1. „Wie wichtig ist eine Tribüne/Aufenthaltsfläche im Neubau Fössebad?“
    1. 13 Vereine           sehr wichtig
    2.   2   Vereine         wichtig
    3.   1   Verein           unwichtig

 

  1. „Für wieviele Personen sollte die Tribüne/Aufenthaltsfläche Platz bieten?“
    1. 12 Vereine           500 Personen
    2.   2 Vereine           400 Personen
    3.   1 Verein             250 Personen
    4.   1 Verein             keine Tribüne/Aufenthaltsfläche

 

  1. „Sollen Schwimmwettkämpfe auf der Kurzbahn durchführbar sein?“
    1. 14 Vereine           sehr wichtig
    2.   2 Vereine           wichtig
    3. kein Verein          unwichtig

 

Das neue Fössebad ist von Anfang an als Sportbad und Ergänzung des Stadionbades geplant gewesen. Die Umfrage zeigt noch einmal, wie eminent wichtig das Bad für den Schwimmsport sein wird. Vor dem Hintergrund des hohen Sanierungsbedarfs des Stadionbades und der damit verbunden Unsicherheit über die Länge der Schließung, sollten die Planungen so ausgelegt werden, dass Hannover seiner Tradition als Schwimmhochburg mit weit über das Stadtgebiet hinausreichenden Wettkämpfen gerecht wird.

Die Fläche für eine Tribüne soll außerhalb von Wettkämpfen allen Gästen des Bades zur Verfügung stehen und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Gerade in einem Stadtteil wie Linden, in dem immer mehr Familien leben, ist das sicher auch ein Argument, das Bad häufiger aufzusuchen.

In der sehr emotionalen Diskussion zum Fössebad, die bis in die jüngste Zeit stattgefunden haben, ist es jetzt gelungen, die von der Bevölkerung gewünschten Außenbecken in die Neubaupläne einzubeziehen. Ebenso wurde eine Lösung für das „Chez Heinz“ gefunden.

Stadtsportbund und insbesondere der Schwimmsport in Hannover appellieren vor diesem Hintergrund an Rat und Verwaltung auch den letzten Schritt noch zu gehen und eine Aufenthaltsfläche in die Planungen aufzunehmen, die mit entsprechender Umrüstung zu einer Tribüne, Platz für bis zu 500 Personen bietet.

Für weitergehende Gespräche stehen der Kreisfachverband Schwimmen und der Stadtsportbund Hannover gerne zur Verfügung.

27.03.2020

Empfehlung des LSB

In Not geratene Vereine sollen SOFORT Anträge bei NBank stellen

Foto: LSB

Der LSB ist auf Landes- und Bundesebene aktiv, um finanzielle Hilfestellungen für Sportvereine  und –verbände zu erhalten. Allen Sportvereinen, die Beschäftigungsverhältnisse haben, einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten und in eine existenzbedrohende Wirtschafts- bzw. Liquiditätssituation geraten, wird ausdrücklich empfohlen, unverzüglich Anträge bei der NBank zu stellen.

Um ggf. weitere sportpolitische Aktivitäten einleiten und zusätzliche Hilfsprogramme auflegen zu können, ist der LSB darauf angewiesen, dass Sie die Entscheidungen über Ihre etwaigen Anträge UMGEHEND bei uns melden.

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13.03.2020

Corona-Virus

LSB empfiehlt Einstellung des Sportbetriebs in Vereinen

Der LSB empfiehlt seinen Mitgliedsvereinen und-verbänden ab sofort die vollständige Einstellung des Wettkampf-und Trainingsbetriebes zunächst bis zum 19. April 2020. Darüber hinaus empfehlen wir die Absage bzw. Verschiebung aller sonstigen Veranstaltungen, Aktivitäten und Maßnahmen in dem genannten Zeitraum. Hierzu zählen u.a. Maßnahmen der Aus-,  Fort- und Weiterbildung sowie Sportfachtagungen.

Präsidium und Vorstand des LandesSportBundes Niedersachsen sind der Auffassung, dass der Sport in Niedersachsen schnell und aktiv handeln muss, um seinen Beitrag dazu zu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Auch wir teilen die Auffassung der Bundes- und der Landesregierung, dass in dieser schwierigen Phase das Freizeitverhalten jedes und jeder Einzelnen überdacht werden muss und Sozialkontakte möglichst zu vermeiden sind.

Wir halten es für erforderlich, dass der Sportbetrieb auch innerhalb der Sportvereine in den nächsten Wochen ruhen sollte und es damit  ein einheitliches Handeln innerhalb des Sports in Niedersachsen gibt. In zahlreichen Gesprächen in diesen Tagen mit Vertretern von Sportvereinen, Landesfachverbänden und Sportbünden ist deutlich geworden, dass genau dieses einheitliche Handeln dringend geboten ist.

Eine Mail mit der Pressemitteilung des LSB-Präsidiums ist am Freitagnachmittag, 13. März 2020 an alle Sportvereine und -verbände in Niedersachsen gesandt worden.

Vollständige Pressemitteilung

11.03.2020

Übungsleiter-Zuschüsse

Stadtsportbund zahlt städtische Gelder weiter aus

Foto: Pixabay

Der Stadtsportbund ist nach intensiven Verhandlungen bereit, weiterhin die städtischen Zuwendungen für Übungsleiter an seine Mitgliedsvereine auszuzahlen.

Mitte Januar hatte der Stadtsportbund in der Sportausschusssitzung angekündigt, die Bezuschussung der Übungsleiter (ÜL) an die Stadt Hannover zurückzugeben und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass die Entscheidung noch durch den Verwaltungsrat und den Rat der Stadt abschließend verabschiedet werden muss. Daraufhin gab es weitere Gespräche und Beratungen mit den politischen Parteien und der Verwaltung mit dem Ergebnis, dass es jetzt ein Verfahren zur Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen durch die Vereine gibt, nach dem alle Seiten handeln können.

Streitpunkt zwischen den Mehrheitsfraktionen im Rat und dem SSB war die Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen von ÜL, die im Kinder und Jugendbereich tätig sind. Der Rat hat jetzt beschlossen, dass Stadt und SSB ein rechtssicheres Verfahren vereinbaren. Hierzu gibt es inzwischen eine Regelung, die noch abschließend vereinbart werden muss. Auf Basis der geführten Gespräche wird die Sportverwaltung eine Vereinbarung aufsetzen. Wir sind hier auf einem guten Weg.

Zum genauen Verfahren zum Nachweis von erweiterten Führungszeugnissen werden die Vereine von der Stadt rechtzeitig informiert. Sicher ist damit ein Mehraufwand bei den Vereinen verbunden, der aber deutlich niedriger ist als das Ausfüllen der Verwendungsnachweise. Im Sinne der Kinder und Jugendlichen in unseren Vereinen sollte es uns das wert sein.

Nach der ursprünglichen Beschlussfassung war der Stadtsportbund nicht in der Lage, dies umzusetzen und sah die Gefahr, möglicherweise selbst in Regress genommen zu werden. Nach der Einigung ist der Weg frei, sowohl die Gelder des Landessportbundes als auch die der Stadt nach einem deutlich vereinfachten Abrechnungsverfahren auszuzahlen. Für die Vereine bedeutet dies den Wegfall des umständlichen und zeitaufwendigen Ausfüllens der Verwendungsnachweise. Die Vereine haben zukünftig nur noch im Intranet des LSB die tätigen Übungsleiter aus einer Liste der für sie tätigen ÜL zu markieren und im Folgejahr die ordnungsgemäße Verwendung der erhaltenen Gelder zu bestätigen.

Einzelheiten zum neuen Abrechnungsverfahren werden den Vereinen Ende März zugehen.

Zweiter Streitpunkt war die Anerkennung „weiterer Qualifikationen“ für die Bezuschussung. Hier haben sich Politik und SSB geeinigt, dass weiterhin nur DOSB-Lizenzen anerkannt werden. Für die Vereine sicher eine gute Lösung.