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Stadtsportbund gibt Übungsleiter-Bezuschussung an die Stadt zurück

In der Sportausschusssitzung am 13. Januar 2020 hat die Präsidentin des SSB angekündigt, die Bezuschussung der Übungsleiter an die Stadt Hannover zurückzugeben.

Viele werden es vielleicht schon der HAZ vom Dienstag entnommen haben. Die Mehrheitsfraktionen im Rat haben einen Änderungsantrag zu der vorgesehenen Neufassung der städtischen Übungsleiter-Richtlinie eingebracht. Der Stadtsportbund ist nicht in der Lage, dies umzusetzen und sieht die Gefahr, möglicherweise selbst in Regress genommen zu werden. Trotz Bitte des SSB, diesen Änderungsantrag zurückzunehmen, haben die Mehrheitsfraktionen ihn jedoch beschlossen.

Wie berichtet, hat der LSB Niedersachsen seine Richtlinie zur Bezuschussung nebenamtlicher Übungsleiter (ÜL) erheblich vereinfacht. Zukünftig entfällt das umständliche und zeitaufwendige Ausfüllen der Verwendungsnachweise. Seit dem Frühjahr 2019 ist der SSB mit dem Fachbereich Sport der Stadt im Gespräch diese Verwaltungsvereinfachung auch auf die städtischen Gelder zu übertragen. Die Politik wurde erstmals vor den Sommerferien informiert. Mit der Verwaltung waren wir uns einig; ein entsprechender Antrag im Sportausschuss im September kam jedoch nicht zur Abstimmung, weil die Parteien noch Beratungsbedarf hatten.

Obwohl den Parteien die geänderte Richtlinie ausführlich erläutert und angeboten wurde für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen, legten die Mehrheitsfraktionen im Rat in der Dezembersitzung des Sportausschusses eine Tischvorlage mit einem Änderungsantrag vor. Die im Antrag genannten Ergänzungen kann der SSB als abrechnende Stelle nicht umsetzen. Sollte die Verwaltungsarbeit doch eigentlich reduziert werden, wurden auf einmal von der Politik wieder neue bürokratische Hürden aufgebaut.

Obwohl der SSB bereits in den Beratungen die Absicht zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für Übungsleitende als nutzlos und teuer für die Vereine bezeichnet hatte, hielten die Mehrheitsfraktionen daran fest. Als zuständige Institution der ÜL-Abrechnungen wäre es Aufgabe des SSB gewesen, die Einhaltung dieser Fördervoraussetzung zu gewährleisten. Das ist aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, ohne Gefahr zu laufen, ggf. in Regress genommen zu werden.

Zum anderen besteht die Gefahr, dass die Förderung auch für andere Qualifikationen erfolgen kann, ohne dass der Stadtsportbund Einfluss darauf hätte. Da die Gelder nicht mehr werden, bestünde die Gefahr, dass Vereine nicht mehr im bestehenden Umfang für ihre qualifizierten ÜL gefördert werden. Dies ist nicht im Interesse des organisierten Sports und der Vereine.

Weitere Gründe lassen sich benennen, warum der Stadtsportbund die Abrechnung an die Stadt zurückgibt. Dass es nach rund 30 Jahren zu diesem Schritt kommen musste, bedauern wir sehr. Wurde uns doch auch von der Politik immer wieder die gute Arbeit für die Vereine bestätigt. Dieses Vertrauen in den SSB ist anscheinend nicht mehr vorhanden. Anders lässt sich nicht erklären, warum aus der Politik zwar die Rückgabe an die Stadt bedauert, aber dann mehr Gleichberechtigung zwischen den Vereinen eingefordert wird. Welche Gleichberechtigung gemeint ist, erschließt sich uns nicht. Dies entspricht auch nicht der Realität.

Die Beschlussfassung im Sportausschuss muss noch durch den Verwaltungsrat und den Rat der Stadt abschließend verabschiedet werden. Ob sich dort noch Möglichkeiten zur Änderung ergeben, können wir aktuell nicht beurteilen. Insbesondere den Vereinen ist dies zu wünschen.

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